Diese Seite widme ich meiner Schwester Susan  

 

   Geboren am 30. 07. 1980

    Gestorben im Juni 2007

 

 

 

Was ist passiert?

 

Am 03. 07. 2007 gegen 17:30 erhielt ich einen Anruf von meiner Mutter. Sie weinte bitterlich und sagte mir, meine Schwester hätte sich das Leben genommen.

In diesem Moment brach für mich eine Welt zusammen. Meine Schwester und sich das Leben nehmen, nein, das passt nicht.

Nachdem ich mich einigermaßen beruhigt hatte, rief ich meine Mutter an um zu hören, wie es ihr geht und was passiert ist.

Sie erzählte mir dann, dass man meine Schwester in Griechenland (sie hat dort zeitweise gelebt) in ihrer Wohnung durch eine Zivilstreife, die an ihrem Haus vorbeigefahren ist, gefunden hat. Angeblich haben sie meine Schwester beim vorbeifahren durch das Fenster liegen sehen.

Das ganze kam mir ziemlich merkwürdig vor. Ich meine, man muss schon gezielt durch eine Fensterscheibe schauen, um zu sehen, dass dort jemand tot liegt.

Zudem hat uns die Behörde in Griechenland unter Druck gesetzt, sofort entscheiden zu müssen, wo Susi beerdigt werden soll, in Griechenland oder in Deutschland.

Wir haben gesagt, das wir das so schnell nicht entscheiden können und wollen. Heute bin ich froh darüber, dass wir uns nicht sofort entschieden haben.

3 Tage später haben wir erfahren, das Susan schon beerdigt war, bevor wir überhaupt von ihrem Tod erfahren hatten.

Außerdem hat man sie nicht, wie erst gesagt, in ihrer Wohnung gefunden sondern in der Wohnung ihres (ex) Freundes und auch nicht durch eine Zivilstreife. Nachbarn haben die Polizei gerufen, weil es im Haus gestunken hat.

Das sind ganz andere Tatsachen und somit sieht das alles so aus, als wenn jemand etwas vertuschen möchte.

 

 

Informationen über die Ermittlungen könnt ihr auch hier nachlesen:

FC Prechtal

 

       

 

T o d   i n   A t h e n   --   eine Familie klagt an!!!



Wie starb unsere Tochter Susan?                                                                                   


Die Berliner Sängerin Susan Waade starb unter sehr mysteriösen Umständen. Jetzt soll der Staatsanwalt ermitteln, ob die 26-jährige einem Verbrechen zum Opfer fiel.

Das Grab Nr. 12 223 auf dem Athener Friedhof Zografou birgt ein Geheimnis.
Unter hellem Kies, umrandet von Marmor, liegt die sterbliche Hülle von Susan Waade.                                                                       
Auf dem weißen Kreuz steht ein falsches Alter, 27. Sie wäre es erst geworden.
Und als Sterbedatum der jungen Frau aus dem Osten Berlins ist der 25. Juni 2007 angegeben.
Rätsel: - Auf dem Grab von Susan Waade in Athen steht als Sterbedatum der 25. 06. 2007. Gefunden wurde ihre Leiche fünf Tage später. Die Inschrift ließ ihr Ex-Lebensgefährte anbringen. Woher kannte er das Datum? Der Mann war angeblich auf Reisen. Nicht einmal die obduzierende Ärztin konnte den Todestag bestimmen.


In Berlin-Lichtenberg leben die Eltern von Susan. Sie haben das Grab ihrer Tochter noch nie gesehen, und sie wollen auch nicht, daß Susan in fremder Erde bleibt.
Ihre Mutter (48):
"Ich möchte nicht an ein Grab, welches ein fremder Mensch, vielleicht sogar der Mörder, für unsere Tochter bestimmt hat. Wir wollen unsere Tochter in unserer Nähe wissen, einen Ort der Trauer haben. Und wir wollen wissen, wie sie ums Leben kam."

Doch genau das ist die bis heute schier unüberwindliche Schwierigkeit. Susan Waade starb in der griechischen Hauptstadt, so viel ist gewiß, eines gewaltsamen und bis heute geheimnisvollen Todes.

Am 30. Juni 2007 entdeckten Polizisten die Leiche der jungen Frau in der Wohnung des Ex-Lebensgefährten Evangelos O. (48) im Athener Stadtteil Kypseli. Nachbarn der weitläufigen Wohnanlage in der Straße Lesvou hatten die Beamten wegen des Geruches im Treppenhaus alarmiert.

Ermittlungen:

Susan saß mit nach vorn ausgestreckten Beinen auf dem Boden. Ihr Oberkörper war aufgerichtet. Ihr Hals hing in einer Schlinge aus einem Wollschal, verknotet mit einem Seidenschal, deren anderes Ende an einem Betonbalken befestigt war.
Neben der Leiche lag der deutsche Paß von Susan Waade. Die Polizei folgert schnell:  S e l b s t m o r d !  Die Deutsche hätte sich offensichtlich erhängt.
Die Beamten suchten deshalb nicht nach weiteren Spuren, nach keinem Abschiedsbrief, ließen die beiden Handys, den Laptop und die anderen Habseligkeiten der Deutschen unbeachtet.

Am 02. Juli 2007 wurde die bereits stark verweste Leiche routinemäßig obduziert, ohne besonders auf Merkmale einer Fremdeinwirkung zu achten. Es wurde lediglich der Mageninhalt auf Drogen und Alkohol untersucht, beides ist nicht gefunden worden.
Auch der genaue Todestag von Susan konnte nicht ermittelt werden. Aus medizinischer Sicht wurde vermutet, der 28. oder 29. Juni 2007.

Bereits am nächsten Morgen, um 9.30 Uhr wurde Susan beerdigt. Ihr Es-Freund Evangelos O. organisierte und bezahlte das Begräbnis.
Susans Mutter:
"Er war nach eigenen Angaben fünf Tage lang auf einer Geschäftsreise auf Kreta gewesen".
Die Polizei informierte ihn nach dem Leichenfund auf seinem Mobiltelefon, und er tauchte wieder in Athen auf.

Erst nach Susan's Beerdigung wurde mittags die deutsche Botschaft über den Tod der Berlinerin unterrichtet.
Marion Waade:
"Am 03. Juli 2007 abends erfuhren wir von der Kriminalpolizei vom Tod unserer Tochter. Da lag sie schon Stunden unter der Erde."
Das weckte sogleich Verdacht in Susans Eltern. Sie glaubten nicht an einen Suizid. Was aber wußten sie vom Leben ihrer Tochter im fernen Athen?
Susan war eine Abenteurerin: Sie war von Berlin aus zunächst nach Freiburg an den Rand des Schwarzwaldes gezogen, übersiedelte 2001 nach Athen.
Sie erzählte, daß sie dort einen Musiker kennengelernt hätte, der sie fördern wolle.
Tatsächlich gab sie in griechischen Klubs gemeinsam mit einem Pianisten und einem Gitarristen regelmäßig Jazzkonzerte und Weihnachtskonzerte in Kirchen. Sie unternahm mehrere künstlerische Veranstaltungen im Information- und Kulturzentrum von Athen. 
Zudem studierte sie an der Athener Uni deutsche Literatur - Abschluß 4. Semester. Sie gab Deutschstunden für Diplomatenkinder und übernahm Übersetzungen.

Ihre griechische Studienfreundin Eliza:
"Sie verdiente genug Geld, war immer fröhlich. Susan liebte das Leben, und sie war sicher, als Sängerin Karriere zu machen." Nur mit dem griechischen Lebensgefährten gab es oft Streit. Eliza: "Er war sehr eifersüchtig".

Im April 2007 trennte sich Susan nach mehreren Prügelattacken von dem Griechen und zog zeitweise in eine Frauen-WG. Die meisten Sachen beließ sie noch in der alten Bleibe. Sie fand eine neue Wohnung, wollte ab 01. Juli 2007 mit ihrer Freundin Eliza dort wohnen. Am 24. 06. 2007 telefonierten beide mehrmals miteinander. Am 26. 06. 2007 wollte man sich morgens um 8.00 Uhr zur Semesterabschlußprüfung in der Uni treffen und anschließend wollte man gemeinsam in die neue Wohnung fahren und den bevorstehenden Umzug besprechen.
Am 25. 06. 2007 wollte Susan das Organisatorische für den Umzug mit dem griechischen Ex in seiner Wohnung besprechen  . . .

Am 26. 06. erreichte Eliza ihre Freundin Susan nicht mehr.
"Das Telefon hatte noch mehrere Tage lang ein Freizeichen."
Seit dem Zeitpunkt sind die beiden Handys und der Laptop von Susan, die Aufschluß über letzte Kontakte hätten geben können, verschwunden.

Marion Waade stellte wegen Mordverdachts Strafanzeige gegen den Ex ihrer Tochter.

Der Berliner Rechtsanwalt Christian Winkhaus, der die Waades vertritt:
"Wir wollen erreiche, daß die Athener Staatsanwaltschaft schnell handelt. Ohne Exhumierung, DNA-Analyse und Vernehmung des Verdächtigen kommt man nicht weiter."
Die Chancen, den Fall aufzuklären, werden von Tag zu Tag geringer.

Doch Marion und Günter Waade geben nicht auf. Susans Mutter:
"Erst wenn wir wissen, wie unsere Tochter starb und wenn sie in unserer Familienbegräbnisstätte in Berlin beigestzt ist, werden wir Frieden finden."